Womit arbeiten wir – und warum?

Die Auswahl der richtigen Werkzeuge trägt wesentlich zum Gelingen eines jeden Projekts bei. Hierbei sind verschiedene Gesichtspunkte zu berücksichtigen, wie beispielsweise der formale Charakter des Werks, seine Funktionalität, die Ausgabeformen und der daraus resultierende Workflow, aber auch Wünsche des Kunden bezüglich des Zugriffs auf die Produktionsdaten.

Medienneutral strukturierte Daten haben hier gegenüber proprietären Formaten den Vorteil, dass von einer einheitlichen Datenbasis ausgehend verschiedenste Ausgabemedien bedient werden können und die Austauschbarkeit der Daten zwischen unterschiedlichen Plattformen gewährleistet ist.

Andererseits erfordern diese flexiblen Datenformate eine wohl überlegte Auswahl der einzusetzenden Werkzeuge, denn die individuellen Stärken dieser Werkzeuge sollten möglichst optimal auf das angestrebte Ergebnis abgestimmt sein.

Für stark layout-orientierte Werke, deren Schwerpunkt auf individueller Text-Bild-Gestaltung liegt, ist in der Regel InDesign die erste Wahl – ein Layoutprogramm, welches spätestens seit der Übernahme durch Adobe und die Integration in die Creative Suite als Standard gelten kann. Gekennzeichnet durch elegantes Handling, optimalen Umgang mit Bild und Farbe, einfachen Datenaustausch, eine sehr dezidierte Ausrichtung an den Erfordernissen elektronischer Publikationen sowie die enge Verzahnung mit den Bild- und Grafik-Werkzeugen der Adobe-Familie, bietet dieses Programm das derzeit wohl breiteste Funktionsspektrum zur Bewältigung typografisch anspruchsvoller Satzaufgaben.

Aber wie so oft: kein Licht ohne Schatten – auch InDesign hat nicht nur Stärken, z.B. wenn es um die Verarbeitung komplexer XML-Strukturen geht, um spezielle Anforderungen an Fußnoten oder Kolumnentitel sowie die Verwaltung von Loseblattwerken, um nur einige Aufgaben zu nennen. Vieles davon lässt sich über diverse Scripting-Schnittstellen lösen, da dies aber häufig auf die Performance drückt, kommen in solchen Fällen üblicherweise Werkzeuge zum Einsatz, die über built-in-Funktionen verfügen, um derartige Aufgaben zu lösen.

Wir setzen hierbei – je nach Aufgabenstellung – einerseits auf PageOne, ein Werksatzprogramm, das aus dem FrameMaker von Adobe hervorgegangen und weiterhin eng an diesen angelehnt ist. Diese Verwandtschaft eröffnet die Möglichkeit, bedarfsorientiert die jeweiligen Stärken der beiden Programme – hier die weit entwickelte Feintypografie, dort die ausgeprägte XML-Unterstützung – zu nutzen, um möglichst effizient zum Ziel zu kommen. Aber es ist ebenso möglich – Stichwort Nachgelagertes XML – aus PageOne formal strukturierte Satzdaten über das interne POX-Format nach XML zu transformieren und diese so für die elektronische Weiterverwertung zu erschließen.

Zum Anderen arbeiten wir bei Aufgabenstellungen, bei denen zwar die direkte XML-Formatierung unerlässlich ist, auf dezidierte Feintypografie aber keinesfalls verzichtet werden kann, mit 3B2/APP, einem sehr offenen Satzprogramm, welches durch umfassende Scripting-Möglichkeiten um Funktionalitäten erweitert werden kann, deren Grenzen lediglich durch die Kreativität des Anwenders bestimmt werden. Diese besonderen Eigenschaften sind vor allem dann gefragt, wenn komplexe Strukturen on-the-fly interpretiert und formatiert werden müssen.

Und natürlich umfasst das Spektrum der bei uns eingesetzten Programme auch die gesamte Palette an Microsoft-Produkten ebenso wie jene der Adobe Creative Suite. Ob also der Datenaustausch im Word, Excel- oder Access-Format gefragt ist oder die Übernahme, Bearbeitung, Integration oder Verwaltung von Text-, Grafik- und Bildformaten aus der Familie der Creative Suite ansteht – all das wissen Sie bei uns in guten Händen.